Das Blut – wie Training wirkt!

Posted By Michael Holzner / April, 11, 2013 / 0 comments

Das Blut hat ein Gesamtvolumen von fünf bis sechs Litern und erreicht nahezu jeden Teil des menschlichen Körpers. Es ist neben der Haut das größte Organ und erfüllt eine Vielzahl von Transport- und Regulationsaufgaben.

Die Transportfähigkeit des Blutes wird im Wesentlichen durch seine Zusammensetzung und die Umlaufgeschwindigkeit bestimmt. Beide verändern sich ständig und sind entscheidende Größen für die sportliche Leistungsfähigkeit. Der Gasaustausch, (Sauerstoff gelangt über die Lunge ins Blut und damit zu allen Zellen des Körpers. Diese geben Kohlendioxid ab, das zur Lunge transportiert und ausgeatmet wird.) Diffusionsvorgänge und die aktive Aufnahme und Abgabe von Nährstoffen, Wasser, Elektrolyten oder Botenstoffen in den verschiedenen Organen beeinflussen die Zusammensetzung des Blutes.

Die Arbeit des Herzmuskels, sowie der Durchmesser und die Wandspannung der Blutgefäße steuern die Geschwindigkeit, mit der es durch den Körper und zu den Zielorganen strömt. Zahlreiche biochemische und physikalische “Sensoren” am Herzen, in den Blutgefäßwänden und verschiedenen Organen erfassen laufend den Ist-Zustand, der durch das autonome Nervensystem je nach Bedarf aufrechterhalten oder verändert wird.

Auch langfristig kann sich der Körper an Belastungen anpassen und die beiden Variablen “Zusammensetzung” und “Umlaufgeschwindigkeit”  beziehungsweise deren Bandbreite deutlich verändern. Gemeinsam mit der Anpassung des Bewegungsapparates und des Nervensystems liegt darin eine wesentliche Trainingswirkung im Ausdauersport. Durch Ausdauertraining steigt die Anzahl der roten Blutkörperchen und deren Hämoglobingehalt. Das Blut kann dann mehr Sauerstoff zu den Muskeln bringen, die Ausdauerleistungsfähigkeit steigt.

Neben dem Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid zeigt das Blut übrigens auch als Transport- und Regulationsmedium des Wasser-, Salz- und Energiehaushalts Anpassungsreaktionen.

 

 

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