Der Schnee kann kommen

By Michael Holzner | Dezember, 11, 2014 | 0 comments

Der Duft von Schnee liegt bereits in der Luft. Wenn man bewusst einatmet, hat man das Gefühl der Sauerstoff sei besonders sauber und rein. Auch klar könnte einem in den Sinn kommen. In manchen Teilen unseres wunderschönen Chiemgaus lag bereits der erste Schnee. Bei meinen Laufeinheiten gehört mittlerweile Mütze und Handschuhe zum festen Ausrüstungsbestandteil dazu.

Dies sollte jetzt aber gar nicht traurig klingen, dass der teilweise heiße Sommer oder der wunderschöne Spätherbst sich verabschiedet hat. Nein! Auch der Winter und die traumhaften Schneelandschaften haben ihren besonderen Reiz. Für viele mag die Bewegung und der Sport im Freien, wenn es nicht mehr so heiß ist, sogar schöner sein.

Mit vielen interessanten Sportarten wartet der Winter auf. Allen voran natürlich das Ski- oder Snowboardfahren, aber auch Langlauf (egal ob klassisch oder Skating), Skitourengehen, Schneeschuhwandern, Rodeln, Schlittschuhlaufen oder einfach der Spaziergang durch die verschneiten Wälder geben uns neue Energie für unseren Alltag.

Ein Problem bringt die kalte Jahreszeit aber trotzdem mit sich. Durch Laub, Schnee und das sich bildende Eis wird alles „rutschiger“. Bei älteren Menschen nimmt die Gangsicherheit ab und die Gefahr oder Angst zu stürzen steigen. Die oben erwähnten sportlichen Betätigungen verlangen ein hohes Maß an koordinativen Fähigkeiten und Gleichgewichtssinn. Wer das nicht schult, den könnten böse Überraschungen erwarten.

Eine Laufeinheit könnte mit einem gerissenen Band enden, da man auf einem Ast, der unter dem Laub versteckt war, umgeknickt ist. Das wunderschöne Skiwochenende musste unterbrochen werden, da man sich das Knie verdreht hat und dies nun auf das Doppelte angeschwollen ist. Beispiele hierfür gäbe es noch viele…

Jetzt stellt sich die Frage, was kann man prophylaktisch dagegen tun?

Würzen Sie Ihren Trainingsalltag doch einfach mit Gleichgewichtsübungen. Diese eignen sich besonders zum Aufwärmen am Anfang eines Workouts. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Angefangen von weichen Kissen unterschiedlicher Beschaffenheit (je weicher, desto höher der Schwierigkeitsgrad), über Therapiekreisel, Rollbretter, Gymnastikbälle, usw.

  • Versuchen Sie zuerst auf den unterschiedlichen Untergründen im Zweibeinstand zu stehen.
  • Wenn das gut funktioniert erhöhen Sie den Schwierigkeitsgrad, indem Sie Ihre Augen schließen.
  • Der nächste Schritt ist dies im Einbeinstand zu versuchen.
  • Klappt auch diese Herausforderung gut, beginnt man erneut im Zweibeinstand und führt eine klassische Kniebeuge durch.
  • Ja, richtig geraten, mit geschlossenen Augen geht es weiter…
  • Die Möglichkeiten, ein koordinatives Training zu gestalten, sind beinahe grenzenlos. Probieren Sie einfach, während Sie auf einem instabilen Untergrund stehen, zu jonglieren, oder einfach einen Tennisball an die Wand zu werfen und erneut zu fangen…

Ganz unkompliziert für Zwischendurch ist das Stehen auf nur einem Bein. Dies kann man beim Kochen, genauso wie beim Zähneputzen ausprobieren. Natürlich muss auch die schwächere Seite und nicht nur die Schokoladenseite beübt werden.

Diese kleinen „Spielereien“ erfrischen unseren Trainingsalltag und Sie werden feststellen von mal zu mal fällt es Ihnen leichter und der Fortschritt lässt nicht lange auf sich warten. Somit kann der Winter kommen und Sie sind bestens für die Unebenheiten der kalten Jahreszeit vorbereitet.

Viel Spaß beim Üben